CFP: IVG-panel: Ökologie und Umweltwandel in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur

XIII. Kongress der Internationalen Vereinigung  für Germanistik (IVG): Germanistik zwischen Tradition und Innovation, 23.-31.08.2015, Tongji Universität in Shanghai (China)

Call for Papers (Termin 30.07.2014)

Leitung der Sektion: Prof. Dr. GABRIELE DÜRBECK (DE-Universität Vechta, Institut für Geistes- und Kulturwissenschaften, Prof. Dr. KATHARINA GERSTENBERGER (US-University of Utah), Prof. Dr. CHRISTINE KANZ (BE-Universität Gent), Prof. Dr. RALF ZSCHACHLITZ (FR-Université Lumière Lyon 2)

Ecocriticism hat sich als Forschungsansatz seit Anfang der 1990 Jahre zunächst in den USA und um 2000 in Europa etabliert. Angestoßen durch die britische Germanistik (v.a. Goodbody) und Amerikanistik (Zapf; Gersdorf/Mayer) fassen Ecocricitism und Kulturökologie auch in Deutschland allmählich Fuß, doch ist die auf den deutschsprachigen Kulturraum bezogene Forschung – trotz einer virulenten öffentlichen Umweltdebatte – noch wenig entwickelt. Auch müssen der Anschluss des Ecocriticism an Forschungstraditionen von Naturphilosophie, Phänomenologie, Kritischer Theorie, literarischer Anthropologie sowie Berührungspunkte mit jüngeren Richtungen wie dem New (Feminist) Materialism, den Space Studies oder den Animal Studies noch ausgelotet werden.
Die Sektion hat das Ziel, das kritische sowie affirmative Potential der auf Umwelt und Klimawandel bezogenen Literatur seit ´45 zu analysieren. Dabei soll es zum einen um Kon-zepte, Wertvorstellungen und Repräsentationen von Natur gehen. Zum anderen soll die spezifische literarische Auseinandersetzung mit ökologischen Problemen im Kontext ökonomischer, gesellschaftlicher und kultureller Fragen untersucht werden. Zum dritten rückt die Funktion der Darstellung von Figuren (z.B. Naturliebhaber, Ökotouristen, Klimaretter, Ökodikatoren, Umweltsünder) in den Blick. Dabei soll auch die unterschiedliche Verarbeitung ökologischer Themen in Ost- und Westdeutschland und nach der Wiedervereinigung erörtert werden.
Folgende Fragen sollen leitend sein: Welche Funktion hat die Genrewahl für die Darstellung des Umweltthemas? Welcher Stellenwert kommt traditionellen Deutungsmustern in der Darstellung von Mensch-Natur-Verhältnissen zu (z.B. Natur als Chiffre, Entfremdung, Rache der Natur)? Haben sich in der auf Umweltwandel bezogenen Literatur Figuren mit stabilen Eigenschaften etabliert, die für bestimmte Umgangs¬weisen mit Natur stehen? Wie wirken sich die immer wichtiger werdenden Risiko- und Katastrophendiskurse auf Handlungsablauf und Figurendarstellung aus?
Erwünscht sind Beiträge, die diese und weitere Fragen im Kontext des Ecocriticism erörtern.

Exposés von max. 200 Wörtern sind bis zum 30.07.2014 zu richten an: gabriele.duerbeck@uni-vechta.de,katharina.gerstenberger@utah.edu, Christine.Kanz@UGent.be, zschachlitz@wanadoo.fr

Web: http://www.ivg2015-tongji.com/index.php

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